Reisen als Brücke nach Osten

Brücke zur Verständigung von Ost nach West

Die Weltkarte der Diplomatie verändert sich rasant. Orte, die jahrelang als neutrale Zonen oder Vermittler dienten, geraten unter Druck. Moldawien, lange Zeit ein Scharnier nach Russland verliert diese Rolle durch die harte Eskalation des Ukraine-Krieges. Umso wichtiger wird ein Land, das wir oft nur als Transitstrecke oder Wanderparadies wahrnehmen: die Slowakei.

Zwischen Gipfelglück und politischem Umbruch

Wer die Slowakei bereist, sieht heute mehr als nur die prachtvollen Fassaden von Bratislava oder die schroffen Gipfel der Hohen Tatra. Man spürt die Spannungen einer Gesellschaft, die um ihren Weg ringt. Die Diskussionen um die „Orbanisierung“, der Umbau der Medienlandschaft und die Nachwehen des Attentats auf Robert Fico haben das Land verändert.

Als Reisejournalist, der das Land schon öfters durchquert hat, um die Lieder zu vernoten, sehe ich die Slowakei als das, was sie geografisch immer war: Ein Herzstück Europas. Mit meiner Website zur Slowakei bringe ich das wunderbare, friedvolle Land den Menschen näher. 

Begegnung statt Vorschriften

Auf meinen Plattformen setze ich konsequent auf Begegnung. Ich bin russlandfreundlich gesinnt. Ich schätze die Kultur und die Menschen, auch wenn ich die aktuelle Eskalation und den Krieg zutiefst ablehne. Und ich möchte, dass die Menschen wieder frei reisen. Isolation schafft nur neuen Hass. 

Politik gehört zum Leben dazu, aber sie darf uns nicht vorschreiben, wie wir mit den Mitmenschen umgehen. Jeder hat eine gute Erziehung und weiss, dass Respekt und Gespräche die wichtigste Grundlage sind. Die Slowakei ist derzeit einer der wenigen Orte, an denen diese Begegnung noch physisch stattfindet – wo Menschen aus Ost und West aufeinandertreffen.

Ein Lied für den Weg

Musik hat eine Kraft, die dort wirkt, wo politische Reden versagen. Mit der Initiative Peaceland, will ich die ITB bereichern und an die Verantwortung der Touristiker appellieren. Das „Frieden“ (zu hören auf zurfluh.de/frieden) begleitet mich und in Berlin werde ich mit Peaceland beginnen. 

Ihr persönlicher „Begegnungs-Check“

Wenn Sie die Slowakei besuchen, lade ich Sie ein, ein engagierter Tourist zu sein. Werden Sie zum Brückenbauer. Nehmen Sie sich in einem Café in Košice oder einer Pension in den Beskiden die Zeit für ein Gespräch. Hier sind vier Fragen, die gestellt werden können:

  • „Was bedeutet für Sie heute ein sicheres Europa?“
  • „Welche Geschichte über Ihr Land wird in den Medien zu wenig erzählt?“
  • „Wo sehen Sie die Rolle der Slowakei als Brücke zwischen Ost und West?“
  • „Gibt es ein Lied oder ein Gedicht, das für Sie den Frieden am besten beschreibt?“

Reisen bedeutet, die Brücke selbst zu sein. Die Slowakei bietet uns gerade jetzt die Chance dazu. Nutzen wir sie.

Gerne können Sie mir zu Ihren Erlebnissen berichten und wie Sie die Rolle vom Tourismus als Brückenbauer für den Frieden sehen.

Angebot der Slowakei für Pensionierte

Zugfahren für Rentner und Studenten gratis

Freifahrten gibt es für EU Bürger ab 62 Jahren sowie Studenten bis zum 26. Lebensjahr. Eine persönliche Registrierung ist hierzu erforderlich, ein Passfoto 2 x 3 cm muss für den Ausweis mitgenommen werden. Registrierungsstellen:

Registrierungsstellen der slowakischen Bahn

Daraufhin kann das Ticket erworben werden, entweder im Internet oder am Schalter. Es kann sein, dass keine Tickets verfügbar sind.

Gratis Reisen in der Slowakei

Es ist ein schönes Angebot, die wunderschöne Slowakei zu entdecken. Bei der Reiseplanung helfen wir gerne. Und wer weiter nach Ungarn fährt, wird in Ungarn selbst ebenso zu Gratisfahrten eingeladen.

Düstere Geheimnisse in der Tatra

Auf dem Festival in Locarno wurde der Film Nightsiren – Slovonoc gezeigt. Ich habe im Kino nur die erste Hälfte gesehen, doch diese ist sehr eindrucksvoll gewesen. Mystische Wälder, traurige Geheimnisse und voller Spannung.

Die beginnt schon vor dem Film, wenn gezeigt, wie beim Spielen ein Kind die Felsen herunterstützt. Diese Erinnerung bleibt, die junge Frau hat ewig Schuldgefühle. Eine Kräutersammlerin will die gebrochene Seele heilen.

Im Film kommt es zu Mythen von Hexen, Vorurteilen und schliesslich die Aufarbeitung zur Beziehung mit der Heimat. In Locarno wurde er mit den Goldenen Leoparden als bester Film ausgezeichnet.

Es ist ein dramatischer Film. Die Wälder der Tatra, die Natur, das romantische Dorf reizen für einen Ausflug dorthin. Der Film bringt den Zuschauer die Tatra näher.